Die Pizzas von Molino
Rassendiskriminierung mit Nachgeschmack
Das Restaurant Molino ist Teil einer Kette italienischer Restaurants in der ganzen Schweiz. Diese Kette ist landesweit im Besitz von 17 Molino-Restaurants und gehört der Investmentgesellschaft Athris Holding AG (ex-Jelmoli AG).
Das Menu, welches sie uns – ihren Angestellten – aufgetischt hat, ist uns im Hals stecken geblieben:
Das Menu, welches sie uns – ihren Angestellten – aufgetischt hat, ist uns im Hals stecken geblieben:
Zur Vorspeise
Ein Konzept «100% Italiener»
Zum Hauptgang
Die Entlassung von 11 tadellosen Mitarbeitern in Fribourg
Zum Dessert
Die Entlassungen werden durch die 'falsche' Nationalität der Arbeiter gerechtfertigt.
Ein Konzept «100% Italiener»
Zum Hauptgang
Die Entlassung von 11 tadellosen Mitarbeitern in Fribourg
Zum Dessert
Die Entlassungen werden durch die 'falsche' Nationalität der Arbeiter gerechtfertigt.
Das ist das neue Rezept des Molino: Die Angestellten werden hier nach ihrer geographischen Herkunft aussortiert. Wer kein Italiener ist, wird entlassen!
Die Molino AG verletzt so zugleich die Gesetze, welche die Arbeitnehmer schützen, als auch die Rassismusstrafnorm, welche die Rassendiskriminierung verbietet.
Das entlassene Arbeiterkollektiv in Friburg hat nach ihrer Entlassung eine Medienmitteilung geschrieben. Am 12. Februar fanden in den Städten Fribourg, Bern, Genf und Zürich Protestaktionen gegen die Entlassungspolitik von Molino statt.
Wir verurteilen die Politik der Rassendiskriminierung des Restaurants Molino AG gegen seine Angestellten. Das molino ist eine italienische Restaurantkette in Fribourg und in der ganzen Schweiz. Sie besitzt 17 Restaurants in der ganzen Schweiz und gehört der Investmentgesellschaft Athris Holding AG (ehemalige Jelmoli AG) an. Das Menu, welches uns - ihren Angestellten - aufgetischt hat, ist uns im Hals steckengeblieben: Die Leitung von Molino AG hat vor etwas mehr als einem Jahr entschieden, nur noch Personal mit italienischer Nationalität anzustellen. In ihrer Filiale in Fribourg hat sie nach und nach alle Angestellten entlassen, angefangen bei denen, die aus aussereuropäischen Ländern stammen. Elf Arbeiter sind aufgrund ihrer Herkunft innerhalb eines Jahres entlassen worden. Zehn kommen aus Ländern ausserhalb der Europäischen Union. Einige arbeiteten seit mehr als zehn Jahren bei Molino, ohne ihre Überstunden zu zählen. Sie sind durch Arbeiter ersetzt worden, die frisch aus Italien rekrutiert wurden. Diese Politik der Auswahl der Angestellten nach ihrer Herkunft wird von Molino AG öffentlich propagiert und in der ganzen Schweiz praktiziert (ähnliche Fälle sind in Bern bekannt). Damit verletzt die Leitung wissentlich die Gesetze zum Schutz der ArbeiterInnen sowie das Verfassungsprinzip gegen die Diskriminierung, welches im Art. 8, Abs. 2 der Bundesverfassung verankert ist.
Wir, die aufgrund unserer Herkunft durch dieses Unternehmen entlassenen Arbeiter, sind der Überzeugung, dass diese Politik inakzeptabel ist. Die Molino AG hat unsere Würde mit den Füssen getreten. Und ihre Politik kann nur katastrophale soziale Folgen mit sich ziehen.
Wir verurteilen dieses Unternehmen öffentlich mit einer Aktion am Freitag, den 12. Februar 2010 um 12 Uhr vor dem Molino in Fribourg. Diese Aktion wird in anderen Kantonen (Genf, Bern, Zürich) unterstützt. Wir zeigen die Molino AG der eidgenössischen Kommission gegen Rassismus an und fordern, dass sie mit ihrer Diskriminierungspolitik aufhört und die betroffenen Arbeiter entschädigt.
Das entlassene Arbeiterkollektiv des Molino

Immer noch da, immer noch ausgegrenzt
Filme zur Bleiberechtkampagne
mit anschliessender Diskussion mit VertreterInnen der verschiedenen Bleiberechtskollektiven der Schweiz
Donnerstag 10. Dezember 2009
(Tag der Menschenrechte)
20 Uhr, Kino Reitschule, Bern
Die Bleiberechtskampagne - Widerstand gegen die schweizerische Migrationspolitik (Dokumentarfilm, 19min, Schweiz 2009)
Bleiberecht jetzt! - Die Besetzung der Predigerkirche Zürich im Winter 2008/2009 (Dokumentarfilm, 30min, Schweiz 2009
Anschliessend an die beiden Filme: Diskussion über die heutige Situation der Bleiberechtskampagne mit VertreterInnen aus verschiedenen Bleiberechtskollektive der Schweiz.
Im Januar 2007 trat das verschärfte Asyl- und Ausländerrecht in Kraft. Die Neuerungen bedeuten eine weitere Verschlechterung der Lebensbedingungen von Sans-Papiers und Flüchtlingen. Dagegen begannen sich die betroffenen MigrantInnen und solidarische UnterstützerInnen zu wehren. So wurde kurz vor Weihnachten 2007 die Bleiberechtskampagne mit einer symbolischen Besetzung des Grossmünsters in Zürich eröffnet. In Folge entstanden in verschiedenen Städten Bleiberechtskollektve, die mit Protestaktionenn auf die Situation aufmerksam machten und für eine andere Migrationspolitik kämpfen.
Der Film "Die Bleiberechtskampagne" porträtiert sechs verschiedene Aktionen der Bleiberechtskollektive in Zürich und Bern im Zeitraum von Dezember 2007 bis Frühling 2009.
"Bleiberecht jetzt" dokumentiert die Besetzung der Predigerkirche in Zürich vom 19. Dezember 2008 bis am 7. Januar 2009.
Die anschliessende Diskussion soll Einblick in die heutige Situation der Bleiberechtskampagne geben und einen Ausblick auf weitere Formen und Möglichkeiten gegen die heutige Migrationspolitik generieren.
Bleiberecht jetzt! - Die Besetzung der Predigerkirche Zürich im Winter 2008/2009 (Dokumentarfilm, 30min, Schweiz 2009
Anschliessend an die beiden Filme: Diskussion über die heutige Situation der Bleiberechtskampagne mit VertreterInnen aus verschiedenen Bleiberechtskollektive der Schweiz.
Im Januar 2007 trat das verschärfte Asyl- und Ausländerrecht in Kraft. Die Neuerungen bedeuten eine weitere Verschlechterung der Lebensbedingungen von Sans-Papiers und Flüchtlingen. Dagegen begannen sich die betroffenen MigrantInnen und solidarische UnterstützerInnen zu wehren. So wurde kurz vor Weihnachten 2007 die Bleiberechtskampagne mit einer symbolischen Besetzung des Grossmünsters in Zürich eröffnet. In Folge entstanden in verschiedenen Städten Bleiberechtskollektve, die mit Protestaktionenn auf die Situation aufmerksam machten und für eine andere Migrationspolitik kämpfen.
Der Film "Die Bleiberechtskampagne" porträtiert sechs verschiedene Aktionen der Bleiberechtskollektive in Zürich und Bern im Zeitraum von Dezember 2007 bis Frühling 2009.
"Bleiberecht jetzt" dokumentiert die Besetzung der Predigerkirche in Zürich vom 19. Dezember 2008 bis am 7. Januar 2009.
Die anschliessende Diskussion soll Einblick in die heutige Situation der Bleiberechtskampagne geben und einen Ausblick auf weitere Formen und Möglichkeiten gegen die heutige Migrationspolitik generieren.
